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Chronik 2012

Erstellt von Dieter am Dienstag 25. Dezember 2012

Schwerpunktthema: Rheinhessen und Spanien

12. Januar

So früh war sie noch nie – die Jahreshauptversammlung, diesmal inklusive Neuwahlen! Spektakuläre Änderungen in unserer Struktur oder Satzung waren nicht erforderlich. Alles läuft in entspannter Atmosphäre ab und wir schauen positiv auf die kommenden Veranstaltungen dieses Jahres.

09. Februar

…und dieses Programm fordert uns gleich zu Anfang viel ab: das neue EU-Weinrecht, kompetent vorgetragen und analysiert von Weinkontrolleur Martin Kühn! Nicht, dass wir nur theoretisiert hätten, nein, es gab auch Flaschen-Beispiele, wie es künftig auf den Etiketten nicht mehr aussehen soll. Und diese Vorzeigeflaschen mussten natürlich geleert werden. So hatten wir mit fortgeschrittener Verkostung das Gefühl, dass der Lernstoff gar nicht mehr so trocken war…..

08. März

Wieder eine dieser geliebten aber auch gehassten Veranstaltungen, auf denen man vorgeführt oder gelobt wird, je nach dem, ob man bei den Weinen total daneben gelegen oder sie erkannt hatte: die Blindverkostung – diesmal mit deutschen Rotweinen. Man erinnere sich an die Irreführung gleich zu Anfang mit einem Rotling vom Juliusspital. War das überhaupt ein Rotwein? Jedem sein eigenes Waterloo, jedoch Anerkennung für die Weinschwester, die als einzige einen Merlot aus der Pfalz erkannte!

19. April

Weingut Thörle, vertreten durch Herrn Johannes Thörle, eröffnete den Reigen der Rheinhessenwinzer, denen wir uns in diesem Jahr besonders widmen wollten. Ein wahrlich guter Vertreter seiner Zunft, mit dem wir einen rasanten Start für unsere Verkostungen hingelegt haben. Sehr kontrovers: der Saulheimer Silvaner „Alte Reben” 2010 im Vergleich zum 2011er, viel Diskussionsstoff, und der herausragende 2008er „Saulheimer Hölle” Spätburgunder „R” aus der Magnumflasche. Beeindruckend!

10. Mai

Ein weiterer hervorragender Vertreter der Rheinhessen-Winzer besuchte uns im Mai und zwar präsentierte uns Florian Fauth das Weingut Seehof aus Westhofen. Was für den Außenstehenden als holpriger Einstieg in diese Probe aussieht -vom Rieslingsekt brut, über den Spätburgunder „Derby”, einen grünen Silvaner bis hin zum Pinot Noir Rosé- war aber Methode, denn anschließend beeindruckte das Weingut mit seinen weißen Burgundern und den Rieslingen in einem Block und zusätzlich zum Schluss auch noch mit zwei Scheureben, grandios hiervon die TBA !! Das war feinstes Rheinhessen!

14. Juni

Es wird überhaupt nicht langweilig, im Gegenteil: nochmals ein Rheinhessen-Winzer, diesmal Jürgen Hofmann vom Sekt- und Weingut Hofmann in Appenheim, der uns zweimal zum „Fremdgehen” animierte, denn er ist auch eingebunden in die Bewirtschaftung des Familienweingutes Willems-Willems an der Saar. So konnten wir zwei vergleichbare Weine unmittelbar nebeneinander verkosten und mussten am Ende unumwunden zugeben: es haut einen um, welch tolle Weine in Rheinhessen zu finden sind. Herausragend: die Rieslinge „Hundertgulden” und „Oelberg” als hauseigene „Große Gewächse”. Nicht zu vergessen: das Stichwort „Fritz Müller”, ein prickelndes Vergnügen mit einer eigenen Geschichte!

16. Juni

Unsere Weinkulturreise führte uns selbstverständlich ins Rheinhessenland. Das Wetter war uns diesmal allerdings nicht wohl gesonnen, doch auf der Hinfahrt genossen wir gut improvisiert unser „zweites Frühstück” mit Sekt im Schutze großer „Sonnen”-Schirme des Schnell-Restaurants „Goldene Möve”. Unser Weinbruder und Schatzmeister Axel Daub hatte es gut eingefädelt, dass wir uns mit der Geschichte und einigen eindrucksvollen Resten der alten Kaiserpfalz in Ingelheim auseinandersetzen konnten. Ein fast übermotivierter Führer brachte uns eine leichte Verspätung zum Mittagessen in der Bingener Vinothek ein, was wir aber mit einem flotten Gang zum Weingut Hemmes (alte Dorfschule) wieder wettmachen konnten, so dass unsere Stimmung durch eine gute Probe und ein gutes Essen wieder ins Plus drehte..

05. Juli

Und es folgte noch ein rheinhessischer Winzer. Es besuchte uns Johannes Geil-Bierschenk vom Weingut Oekonomierat Johann Geil Erben aus Bechtheim. Auch dieses Weingut dokumentierte durch das durchgängig hohe Niveau seiner Weine (siehe unsere Weinpunktung nach Verkostung) die derzeit gute Qualität rheinhessischer Weine insgesamt. Wir glauben inzwischen: sie ist noch steigerungsfähig.

23. August

„Last but not least”: Jens Bettenheimer vom gleichnamigen Weingut in Ingelheim. Seine Qualitäten lagen sowohl in schönen Sylvanern, beeindruckenden Roten (Früh- und Spätburgundern) als auch im süßen und edelsüßen Bereich. Unsere Weinbeurteilung brachte es auf den Punkt. Weinbruder Uwe Lommertin hatte uns da einen beachtlichen Fisch an Land gezogen-

13. September

Bewegung unter den Mitgliedern verursachte in diesem Jahr zweimal Programmumstellungen. Eine davon bescherte uns eine Probe durch unseren Bruderschaftsmeister Dieter Ockelmann, der uns mit der neuen spanischen Kategorie der Pago-Weine bekannt machte. Zur Begriffserläuterung verweist der Chronist hiermit auf die von Dieter Ockelmann in dessen Probenbericht gemachten Ausführungen und den dort genannten Quellen. Fest steht: es war eine „Hammerprobe” – aber auch eine unserer teuersten Proben „ever”  Halt! Es kommt ja im Dezember noch die Bordeaux-Probe….!?

25. Oktober

Der Oktober stand wieder im Zeichen der Rheinhessenweine, allerdings diesmal präsentiert durch ihr Topsegment der Selections-Weine. Hier hatten wir die einmalige Chance, zusammen mit den Selections-Weinen, die es auch zu unserer Jubiläumsfeier geben sollte, einen fast kompletten Überblick zu bekommen. Unsere Erwartungen aufgrund der bisherigen Verkostungserfahrungen wurden nicht enttäuscht. Axel Daubs sichere Hand hatte eine feine Auswahl getroffen, immer mit dem Auge auch dafür, dass unsere Jubiläumsfeier trotz dieser Probe noch gut bestückt sein würde. Topweine -und es gibt noch viele davon- auf einer Topprobe!

17. November

30 Jahre Weinbruderschaft zu Köln e.V. !! Wert hätte dies gedacht! Ein wenig stolz dürfen wir schon sein, denn es sah ja nicht immer so rosig aus. Zur offiziellen Feier hatten wir uns ganz an unseren Veranstaltungsort verzogen und lauschten einem unterhaltsamen, informativen und gut gelaunten Bernd Kern, Geschäftsführer des Rheinhessenwein e.V., der uns Einzelheiten zur Entwicklung des Weinanbaus in Rheinhessen vermittelte, ein Vortrag, gespickt mit Anekdoten und Versen rund um den Wein. An dieser Stelle deshalb noch mal ein herzliches „Danke schön” an den Rheinhessenwein e.V. für seine Unterstützung bei der Beschaffung der Weine und des Informationsmaterials und auch an Herrn Kern für sein persönliches Engagement!

22. November

Als letzte Probe zu unserem zweiten Jahresschwerpunktthema „Spanien” schenkte unser Bruderschaftsmeister Dieter Ockelmann völlig unterschiedliche Weine aus, um uns einmal einen Überblick über die Vielfalt der autochthonen spanischen Rebsorten zu geben. Von Pardillo, Viura und Verdejo bis hin zu Tempranillo, Monastrell und Bobal war alles dabei und noch vieles mehr. Erwartungsgemäß sprudelte die Punktung erst nach der Verkostung der Rotweine. Und so ist es nicht verwunderlich, dass von den 13 verkosteten Weinen nur der Tempranillo -an siebter Stelle getrunken- und die letzten 4 Weine es über die 15-Punkte-Hürde schafften, wobei der letzte Wein -ein Granacha- sogar über die 16er-Grenze ging, allerdings bei einem Anschaffungspreis von ca. EUR 40,– pro Flasche. Ein etwas ernüchterndes Ergebnis.

13. Dezember

Bordeaux!! Auf diese Probe hatten wir uns schon gefreut, als sie noch in der Planung war, zumal wir sicher waren, in Weinbruder Bernd Kögler einen kompetenten Organisator gefunden zu haben. Diese Erwartung hat er mit Bravour übererfüllt. Junge zugekaufte Jahrgänge stellte er gereiften Weinen aus seinem eigenen Keller gegenüber. Da fragt man sich, was hat Bernd Kögler noch alles in seinem Keller gelagert?! Man möchte dort gerne mal Mäuschen spielen oder sich dort über Nacht heimlich einschließen lassen. Summa summarum: Top-Weine verbunden mit einem Top-Vortrag. Man könnte meinen, er sei im Bordelais groß geworden und zwar anstatt mit Muttermilch mit Bordeauxweinen.  Danke, Bernd, für diesen exzellenten Jahresabschluss in der WBS.

Chronist: Wolfgang Klug

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