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Chronik 2004

Erstellt von webmaster am Samstag 1. Januar 2005

Schwerpunkt Österreich und Nahe

Liebe Weinschwestern, Weinbrüder und Weinfreunde,

wieder ist ein ereignisreiches Jahr verstrichen und so bleibt uns nur der Rückblick auf die vielfältigen Proben und sonstigen Veranstaltungen in 2004, an die wir an dieser Stelle nochmals erinnern möchten, sei es, weil Sie unmittelbar daran teilgenommen haben oder sei es, weil Sie sich als Besucher unserer Homepage ein Bild über unseren Jahresablauf machen möchten. Wegen weiterer Einzelheiten zu den einzelnen Veranstaltungen verweist der Chronist auf die Möglichkeit, sich bei den jeweiligen Veranstaltungen Detailinformationen zu den Proben zu holen.

15. Januar
Rebzüchtung: Wie kommt der Winzer zu seinen Reben?

Das Thema „Technik rund um den Wein“ belegte auch dieses Jahr wieder den ersten Termin, in dem wir aus erster Hand, nämlich von Herrn Michael Kimmig von der Rebschule Kimmig-Schwarz in Obersülzen, erfuhren, woher der Winzer seine Reben bekommt und was alles passiert, bis die Rebe dem Winzer überhaupt erst zur Verfügung steht. Begleitet wurde dieses hochkarätige Informationsprogramm von Weinen des Familienweingutes Ludi (Ludwig) Neiss, das sich unter der Leitung des Sohnes Axel Neiss zusammen mit den Weingütern Philipp Kuhn und Jochen Schmitt, Inh.: Egon Schmitt, unter dem Dach „Die junge Pfalz-Weine der neuen Generation“ zu einer erfolgreichen Initiative mit dem Ziel der Qualitätssteigerung zusammengefunden hat und dies auch mit den angestellten Weinen -kommentiert von unserem Weinbruder Heinz-G. Hackemann- tatkräftig unter Beweis stellte.

29. Januar
Reife Weißweine von der Mosel

Ein weiterer Termin im Januar bescherte uns eine Probe der besonderen Art, nämlich reife Weine von der Mosel, gesponsort von unseren Mitgliedern Doris und Klaus Breitschwert, die diese Raritäten aus den Jahren 1953 bis 1987 aus einer Kellerauflösung sichern konnten. Nach einem Wechselbad der Gefühle von „hinüber, ungenießbar“ bis hin zu „bietet immer noch Trinkgenuß“ mußten unbedingt noch ein paar Reparaturweine herhalten, damit am Ende eines interessanten Abends die Sensorik wieder justiert werden konnte.

12. Februar
Die Pfalz begegnet dem Piemont oder
Dornfelder und Spätburgunder treffen Dolcetto und Nebbiolo

Hochkarätig ging es im Februar weiter mit einer Sponsorenprobe unseres Vorstandsmitgliedes Helmut Dippold, der es wagte, Piemont und Pfalz in einem unmittelbaren Vergleich gegenüberzustellen.- Geht das überhaupt? – Es geht, schließlich mußte der gebürtige Pfälzer wissen, worauf er sich einläßt. Und so kamen wir in den Genuß einer mit vielen Überraschungen gespickten Probe, bei deren Moderation er kenntnisreich von seiner Frau unterstützt wurde.

11. März
Die Red Bulls der jungen Wilden aus dem Burgenland

Österreich -eines der Schwerpunktthemen unserer Weinbruderschaft in 2004 neben der Nahe – und hier besonders das Burgenland mit seinen Rotweinen ist unserem Bruderschaftsmeister Dr. Dieter Ockelmann sehr ans Herz gewachsen. Da verwundert es gar nicht, dass wir eine dichte Probe auf höchstem Niveau präsentiert bekamen, was sich in der Bewertungsspanne von durchschnittlich 14,13 bis 16,17 Punkten wiederspiegelt. Jedem Leser dieser Zeilen sei deshalb nochmals das genaue Probenprotokoll empfohlen, um sich die guten Tropfen in Erinnerung zu rufen.

25. März
Jahreshauptversammlung mit Literweinen von der Nahe

Jahreshauptversammlung endlich in ruhigem Fahrwasser, begleitet von Literweinen aus dem Nahe-Anbaugebiet. Mit dieser Versammlung haben wir hoffentlich die Turbulenzen der Vergangenheit endgültig hinter uns gelassen und wir sind auf dem Weg zu einer konstruktiven Zusammenarbeit für das Wohl unseres Vereins.

22. April
Kalifornien

Weine aus Kalifornien standen im April zur Verkostung an, die durch Frau Claudia Schütz als Programmausschnitt der von ihr mitgeleiteten Importfirma präsentiert werden sollten. Leider kam es aufgrund widriger persönlicher Umstände nicht zu dieser Begegnung mit Frau Schütz als Moderatorin und Tochter von Walter Shug, aus dessen Programm ebenfalls Weine angestellt waren und über die wir so gerne aus erster Hand mehr erfahren hätten. Wir hoffen deshalb auf eine Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt.

13. Mai
Kamptal

Womit haben wir das verdient? Schon wieder eine gesponsorte Probe, diesmal von unserem Vorstandsmitglied Axel Daub -ein weiterer Österreichliebhaber in unserer Runde- mit dem Thema Kamptal. Die Probe war nicht nur von der Anzahl der angestellten Weine her gut bestückt -14 Weine mußten verkostet werden-, nein, auch die Qualität der Weine war wieder überragend; Österreich als Mitglied in der Führungsriege des europäischen Weinbaus.

03. Juni
Weine aus Meddersheim / Nahe

Meddersheim/Nahe stand im Rampenlicht dieser Probe und zwar Weine des Weingutes Hexamer, vertreten durch Herrn Harald Hexamer. Da es sich -bis auf zwei Ausnahmen- um Weine des Jahrgangs 2003 handelte, ließ sich bei den Weißweinen vortrefflich über die Säureproblematik bei diesem Jahrgang streiten: zugesetzte Säure ja oder nein? Werfen Sie mal einen Blick in das Probenprotokoll und lesen Sie, was sonst noch alles an diesem Abend zur Diskussion stand. Hochinteressant….

10.-13. Juni
17. Treffen der Gemeinschaft deutschsprachiger Weinbruderschaften

Treffen der deutschsprachigen Weinbruderschaften im Rheingau beim Rheingauer Weinkonvent e.V. und dem Geisenheimer Wein-Reimer e.V.. Motto der Veranstaltung: „Kulturlandschaft Rheingau – von Cabinet bis Spätlese“. Neben der Bewältigung der Tagesordnung und einem informativen Vortragsteil blieb den Delegierten auch Zeit für ein geselliges Treffen in einem schönen kulinarischen und künstlerischen Rahmen im Kloster Eberbach sowie einer vergleichenden Weinprobe am nächsten Tag als Ausklang des Treffens. Beeindruckt vom organisatorischen Konzept und seiner Durchführung sehen wir mit hohen Erwartungen dem nächsten Termin im Jahre 2006 in Wien entgegen.

19./20. Juni
Weinkulturreise an die Südliche Weinstraße

Die traditionelle Weinkulturreise ging in diesem Jahr unter zahlreicher Beteiligung an die Südliche Weinstraße. Das Weingut Sankt Annaberg (Lergenmüller), das Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof in Siebeldingen (Prof. Dr. Eibach), die Weinstube des Landhauses Wilker (Jürgen Wilker) und das Wein- und Sektgut Wambsganß-Harst waren die weinbezogenen Anlaufpunkte, während der Trifels mit seiner Burg und der „Schatzkammer des Reiches“ den physischen und kulturellen Teil dieser Reise abdeckten. Es war eine nach einhelliger Meinung gelungene und vor allem harmonische Reise.

15. Juli
Steiermark

Wieder einmal schlug die Stunde unseres Bruderschaftsmeisters, wenn es um Österreich geht: diesmal war die Steiermark angesagt. Mit 12 Weinen -bis auf die beiden letzten allesamt aus dem Jahrgang 2002- gab es einen hervorragenden Überblick über die weißen Leitsorten dieses Anbaugebiets und endend mit der Einsicht, dass nicht nur die großen Namen gute Weine machen.

12. August
Weingut Montigny

Früher Rebveredelungsberieb, heute eine feste Größe als Weingut an der Nahe: Sascha Montigny aus Laubenheim bei uns zu Gast, zusammen mit seiner charmanten Frau. Mit bestechend schönen Weinen auf einem sehr hohen Benotungsniveau beeindruckte er die Teilnehmer, die schließlich am Ende der Verkostung einem 2002er Spätburgunder „R“ und einem St. Laurent „R“ aus demselben Jahr zu Füßen lagen. Eine der qualitativ wertvollsten Proben, die wir genießen durften.

09. September
Europäische Weißweine aus wenig bekannten Reben

Frauele und Plattele, Uhudler und Orange-Traube, das waren die Sorten, die im September zur Probe anstanden unter dem Motto: Europäische Weißweine aus wenig bekannten Rebsorten. Von Portugal ging der Weg über Spanien, Frankreich, Italien, Österreich bis -fast- nach Ungarn mit Rabigado, Albarina, Xarello, Colombard, Gros Manseng, Falanghina, Favorita, „Uhudler“ und weißem Kadarka. Es waren teilweise umstrittene Produkte aber eine Erfahrung war es allemal wert.

14. Oktober
Wachau

Durch die freundliche Unterstützung von Herrn Dipl.-Ing Ulf Geppert, Mitglied der ersten österreichischen Weinbruderschaft in Krems, gelang es unserem Vorstandsmitglied Axel Daub, eine sehr gut bestückte Riesling-Probe aus der Wachau ins Programm zu nehmen. Nach einem anfänglichen Ausreißer 3 von 4 Flaschen hatten Kork- steigerte sich die Qualität der angestellten Weine bis hin zu einem 2003er Riesling Smaragd von S. Donabaum mit 16,5 Punkten – allerdings steigerten sich auch die Preise…

11. November
Traditionelle Italienprobe mit Paul Mangasser: Apulien

Zeit für die schon als Tradition zu bezeichnende Italien-Probe unseres Vorstandsmitglieds Paul Mangasser, diesmal mit Weinen aus Apulien, wie immer auf einer Italienreise kenntnisreich zusammengetragen. Und wie immer wurden wir auch diesmal wieder mit erstaunlichen Qaulitäten konfrontiert, die aus Trauben gewonnen werden, die nur noch ein Nischendasein fristen. Aber sie erweitern unseren Geschmackshorizont und deshalb gebührt Paul Mangasser Dank für seine rührigen Bemühungen, uns mit Weinen auch aus den entlegensten Winkeln Italiens bekannt zu machen.

04. Dezember
Nikolausessen im Kolpinghaus

Auch dieses Jahr trafen wir uns wieder in geselliger Runde im Kolpinghaus Deutz zu unserem traditionellen Nikolausessen. Die Runde wird von Jahr zu Jahr größer, was uns die Zustimmung der Teilnehmer für diesen Austragungsort signalisiert. Wir werden versuchen, uns hinsichtlich des Essens und des Weines noch zu steigern – nur die gute Stimmung sollte jeder schon selbst mitbringen, denn es soll ja untereinander harmonisch kommuniziert werden. Der späte Ausgang des Treffen bestätigt uns, das sich alle Teilnehmer wohlgefühlt haben müssen, vielleicht auch wegen der „Zugabe“ um 0.00 Uhr….

16. Dezember
Burgenland mit roten und edelsüßen Weinen

Die Jahresabschlußprobe war noch einmal den östereichischen Weinen vorbehalten und zwar Rotweine aus dem Mittelburgenland und edelsüße Weine vom Neusiedlersee, sozusagen Burgenland 2.Teil nach der Veranstaltung im März. Zum wiederholten Male entfachte bei den Roteinen eine lebhafte eine Diskussion um das Thema Holznote im Wein, deren gegensätzliche Standpunkte sich auch in der Benotung der einzelnen Weine wiederpiegelte. Diesem Thema sollten wir uns zukünftig noch einmal besonders widmen. Vergessen wir aber darüber nicht die edelsüßen Weine dieser Probe, von denen besonders eine Scheurebe Beerenauslese aus 2002 und eine Welschriesling Trockenbeerenauslese aus 1999 in Erinnerung bleiben.

Mit dieser Betrachtung schließt der Chronist die Bücher über das Jahr 2004, jedoch nicht ohne den vielen hilfreichen Geistern und Händen für ihren Einsatz und die Unterstützung bei der Abwicklung des Jahresprogrammes herzlich zu danken, aber auch in der Hoffnung, dass wir weiter auf ihre Hilfe zählen können.

Allen Mitgliedern, Weinfreunden und Freunden
wünschen wir geruhsame und frohe Weihnachten
und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2005,
verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Mögen uns noch viele solcher anspruchsvollen und heiteren Proben
beschert sein! Darauf stoßen wir mit Ihnen an und grüßen Sie mit
„Zum Wohle“

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