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Chronik 2005

Erstellt von webmaster am Sonntag 1. Januar 2006

Schwerpunkt Rheinhessen und Südfrankreich

Liebe Weinschwestern, Weinbrüder und Weinfreunde,

ein weiteres Jahr der Konsolidierung unseres Vereinslebens ist vergangen und es ist Zeit, sich im Rückblick noch einmal an die vielen schönen Momente zu erinnern, die dazu beigetragen haben, dass sich unsere Gemeinschaft weiter gefestigt hat, was die Teilnehmerzahlen zu den einzelnen Probenterminen eindrucksvoll belegen. Was war es also, was Sie, liebe Weinfreunde, so gerne zu uns geführt hat?

13. Januar
Roussillon

Sicherlich auch diese Roussillion-Probe mit Rotweinen und Vins Doux Naturels, von unserem 1. Vorsitzenden wie immer kenntnisreich zusammengestellt. Zwar war es eine „Arbeitsprobe“, denn in keiner anderen Probe des noch kommenden Jahres sollten so viele Weine mit derart hochgradigem Alkoholgehalt zusammentreffen. Eine kontroverse Probe, zugestandenermaßen, jedoch dadurch lebhaft, lehrreich und – das soll ja auch nicht zu kurz kommen – unterhaltsam!

10. Februar
Weingut und Destillerie – Gerhard Gutzler

Dann kam auch schon das erste Highlight unserer Proben in 2005, wie gewohnt unter der Überschrift „Technik und Wein“ mit dem Winzer und Brenner Gerhard Gutzler. Aktuelle Informationen zum neuesten Stand im Weinbau und bei der Destillation von Bränden waren Gegenstand seines Vortrags, von dem man mit Fug und Recht behaupten kann, er war überhaupt nicht „trocken“.

10. März
Jahreshauptversammlung mit Literweinen aus Rheinhessen

Ruhiges Fahrwasser begleitete dieses Jahr unsere Jahreshauptversammlung. Der beschlossene Austritt aus dem FICB-Verband ist inzwischen vollzogen und im Nachhinein kann man nur feststellen, dass uns diese Mitgliedschaft – auch noch unter der alten Ägide – eigentlich nichts gebracht hat außer einem zusätzlichen Emblem im Briefkopf!

14. April
Der „Sylvaner-Prinz“ aus Gau-Algesheim (Rheinhessen), Michael Teschke, stellt uns sein Weingut und seine Weine vor

Eine „Schmunzelprobe“: untauglicher Versuch einer Cryoextraktion unseres Kellermeisters. Aber die Wiederbelebung der tiefkalten Weine bewies nur die gute Struktur und die Qualität der Weine des Winzers Michael Teschke, der diese Probe ohnehin mit einer Gelassenheit und einem Selbstbewußtsein anging, die viele Probenteilnehmer in Erstaunen versetzte. Eine eigenwillige Winzerpersönlichkeit, fast schon als Pedant zu bezeichnen, dessen Ergebnisse ihm aber Recht geben. Stichwort: sein 2002er Portugieser!

12. Mai
Selektionsweine aus Rheinhessen

Renaissance des Portugiesers? Auch in dieser Probe – Weine der Selection Rheinhessen“ , zusammengestellt und kommentiert von unserem Kellermeister Axel Daub – waren es abermals diese Rotweine, die uns alle überrascht haben. Nicht unerwähnt bleiben darf die an diesem Tag seit langem nicht mehr erfolgte Durchbrechung der Schallmauer von 17 Punkten für einen allerdings 2003er Spätburgunder des Ingelheimer Winzers Arndt F. Werner. Selektion auf hohem Niveau, kann man da nur feststellen

11. Juni
500. Weinprobe der Weinbruderschaft zu Köln

Der Höhepunkt unserer Proben im Jahr 2005 schlechthin: unsere 500. Weinprobe unter dem Titel „Eine vinologische Reise durch Europa“, zusammengestellt und moderiert von Martin Kössler, Nürnberg. Ein besonderer Dank gebührt nochmals dem Organisationsteam, das bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung eine glückliche Hand bewiesen hat. Denn wie gebannt lauschten alle Teilnehmer dem gestenreichen und bildhaften Vortrag des Moderators, der das Unmögliche möglich gemacht hat, indem er – trotz aller Unterschiede- eine übergreifende europäische Weinlandschaft vor unseren Augen entstehen ließ.

16. Juni
Vergleichsprobe zwischen Silvaner-Weinen aus Franken und Rheinhessen

Zurück bei unserem Jahres-Schwerpunktthema Rheinhessen mit einer Vergleichsprobe von Silvanerweinen aus den Anbaugebieten Rheinhessen und Franken, prädestiniert für eine „Pärchenverkostung“. Es hätte kein kompetenterer Moderator sein können, als der uns seit Jahren schon wohlwollend verbundene Leiter der Domäne Oppenheim und Mitbegründer des Silvanerforums, Otto Schätzel, dem für diese beeindruckende Probe nochmals gedankt sein soll. Informationen aus erster Hand rundeten diese Probe ab, die allen Teilnehmern nachdrücklich in Erinnerung geblieben ist.

04. August
Wgt. Posthof – Doll & Göth, Stadecken-Elsheim

Diesmal ein einzelnes Weingut in der Präsentation, Weingut Posthof – Doll & Göth, Stadecken-Elsheim, ein von uns seit langer Zeit geschätztes Weingut, auch wegen des guten Preis-Qualitäts-Verhältnisses bei seinen Weinen. Der Seniorchef, Karl-Theo Doll, hatte der Probe durch eine eigenwillige und nicht unumstrittene Zusammenstellung der zu verkostenden Weine eine eigene Handschrift gegeben, was für die Probanden eine echte Herausforderung war. Etwas zu kurz kamen dabei die Rotweine, was viele Teilnehmer bedauerten.

25. August
Rhône

Es folgten Weine der inzwischen – hoffentlich nicht nur bei dem Chronisten – zum beliebtesten Anbaugebiet Frankreichs avancierten Region Rhône, hier der südliche Teil. Herrliche Rotweine galt es zu verkosten und Dr. Dieter Ockelmann verstand es, uns über den sensorischen Genuß hinaus auch noch mit interessanten Informationen zu versorgen. Schließlich kennt er diese Ecke Frankreichs aus vielen dorthin unternommenen Weinreisen. Gelungen!

10. September
Weinkulturreise nach Rheinhessen

Unsere traditionelle Weinkulturreise führte uns entsprechend dem Jahresthema als Tagesreise nach Rheinhessen. Das Weingut Johannishof von Michael Fleischer mit dem zugepachteten Weingut der Stadt Mainz waren ebenso Anlaufpunkt wie der Mainzer Dom mit einem geführten Rundgang. Im „Haus des Deutschen Weins“ wurden wir mittags bestens versorgt und in dieser Weise gut ausgestattet erreichten wir die nächste Station, das Weingut Hildegardishof der Familie Metzler, wo wir uns allerdings das Verkostungsvergnügen noch durch eine Wanderung durch die Weinberge vorab verdienen mussten. Aber wie das so ist: in angenehmer Umgebung und begleitet von schönen Weinen kann man schon mal die Rückreise …. nicht vergessen, aber verschieben. Schließlich war es bereits 22.30 Uhr, als wir wieder in Köln waren.

15. September
Provence – Rotwein und Olivenöl

Die Provence – Wein und Olivenöl, stand auf dem Programm unseres Weinbruders Fritz Hahn, der seinen Lebensmittelpunkt schon seit langem dorthin verlegt hat und uns anhand der beiden vorgenannten Produkte zeigen wollte, warum die Franzosen so gesund leben. Beinahe wäre es eine reine Olivenölprobe geworden, aber das Steuer konnte noch rechtzeitig herumgerissen werden, so dass auch die von Fritz Hahn mitgebrachten hervorragenden Rosé- und Rotweine noch ihrer Bestimmung zugeführt werden konnten, nämlich austrinken! Eine Probe mit Nachhall, denn es wurde noch lange nach dem offiziellen Schluß diskutiert und zurückverkostet. Dank an Fritz Hahn, der diese Doppelprobe möglich gemacht hat, auch wegen der nicht zu unterschätzenden logistischen Probleme: alles war Eigenimport!

20. Oktober
Blindprobe mit Spätburgunder-Weinen aus deutschen Landen

Au weia, das schreit förmlich nach Wiederholung: eine Blindprobe mit deutschen Spätburgundern. Verwirrung der Sinne auf der gesamten Linie. Eine solche Probe holt auch eingefleischte Weinnasen wieder auf den Boden der Realität zurück. Das sollten wir beibehalten – wenigstens einmal im Jahr eine Blindprobe zur Selbstkontrolle und Vermeidung von Hybris. Und dann noch dieser Wutausbruch des Probenchronisten über die Öffnung des europäischen Marktes wegen der „Kunst-Weine“ aus Übersee. Seehofer will’s ja nochmals richten und persönlich in Brüssel vorsprechen…… Zurück zum Wein….

10. November
Traditionelle Italienprobe mit Paul Mangasser – Basilicata und Kalabrien

Traditionsprobe Italien, diesmal mit Weinen aus Kalabrien und Basilikata. Dank an Paul Mangasser, dass er uns so konsequent und nachhaltig mit Informationen aus den unbekannteren Gegenden des italienischen Weinbaus versorgt. Und mit welchem Aufwand er immer an das Thema herangeht! Diese jährliche Probe darf sich ein Weinfreund keinesfalls entgehen lassen. Selbst das Brot zur Probe ist „originale“. Und das Info-Material ist wie aus dem Lehrbuch. Da ist ein Profi am Werk…Mille gracie, Paolo!

03. Dezember
Nikolausessen im Kolpinghaus

Nikolausessen wie bisher jedes Jahr, seit wir in Deutz unser Domizil haben: an den festlich geschmückten Tischen des Kolpinghauses. Das Essen: hervorragend, die Weine, …..na sagen wir etwas eingleisig, wie dem Chronisten zugetragen wurde. Etwas mehr Auswahl und das Nikolausessen wäre perfekt gewesen. Auch ein kleines Rahmenprogramm wäre gut angekommen, hat man als Kritikpunkt gehört. Schön wär‘s, aber häufig steht dem die Finanzierung im Wege, so geben wir zu bedenken, denn der Preis muß ja an die Teilnehmer weitergeben werden. Aber nicht verzagen: die Kritik ist angekommen, wird aufgegriffen und vom Vorstand diskutiert.

15. Dezember
Languedoc

Die letztmalige Zusammenkunft in diesem Jahr stand unter dem Titel „Weine aus dem Languedoc“, wiederum ein Verdienst unseres 1. Vorsitzenden Dr. Dieter Ockelmann, der diese Weine entweder aus dem eigenen Bestand – da selbst importiert – beigesteuert oder aber bei einigen Spezialisten eingekauft hat. Es war eine tolle Probe auf sehr hohem Niveau, wie die Punktung belegt, denn auch in diesem Termin wurde die Schallmauer mit 17 Punkten für einen 2002er „La Falaise“ vom Château de la Negly erreicht, der uns damit – zusammen mit den übrigen Weinen dieser Probe – einen Abschied vom Jahr 2005 in gelöster und entspannter Atmosphäre ermöglichte.

Mit diesen Worten schließt der Chronist die Bücher über das Jahr 2005, jedoch nicht ohne den vielen hilfreichen Geistern und Händen für ihren Einsatz und ihre Hilfe bei der Abwicklung des Jahresprogrammes herzlich zu danken, verbunden mit der Hoffnung, daß wir weiter auf Ihre Unterstützung zählen können.

Allen Mitgliedern, Weinfreunden und Freunden
wünschen wir geruhsame und frohe Weihnachten
und ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2006,
verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Familien.

Weinbruderschaft zu Köln e.V.
Im Dezember 2005

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